Passend zur Fastenzeit gibt es in Prenzlauer Berg jetzt auch die vegetarische Currywurst.
Als Gastronom in einer Großstadt muss man sich schon etwas Besonderes einfallen lassen, ein sogenanntes Alleinstellungsmerkmal, etwas, das die Zielgruppe anspricht und das niemand anderes anbietet. Nichts war für Mario Ziervogel, Enkelsohn des Currywurstpioniers Max Konnopke, naheliegender, als eine vegetarische Variante des Berliner Traditionssnacks anzubieten. „Die Nachfrage wurde immer größer, dann haben wir uns entschieden einfach eine vegetarische Currywurst mit anzubieten“, erzählt eine Mitarbeiterin in „Ziervogel's Kult-Curry“.
Interessant körnige Konsistenz
Im alpenländisch angehauchten Imbiss am Senefelder Platz kommen Fleischfreunde und Vegetarier endlich auf den gleichen Nenner. Die vegetarische Currywurst sieht täuschend fleischbasiert aus. Besteht aber aus Soja, Weizen, Erbsen, Eiweiß und Gewürzen. „Interessant körnige Konsistenz“, bewertet Yvonne T. (30), die zum ersten Mal das Vergnügen mit fleischloser Curry hat. „Etwas brotig irgendwie. Aber trotzdem lecker.“
Für 1,90 Euro macht die Currywurst mit gutem Gewissen durchaus was her. Nur die Pommes sind ein bisschen trocken.