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Jana Hemmerling |32 Beiträge veröffentlicht

Marzahn-Hellersdorf Mein Kiez ist mein zu Hause. Mit diesem Gefühl schreibe ich über Mahlsdorf & Köpenick.

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22.02.2013
Mahlsdorf

14-Jähriger lebensgefährlich von Auto erfasst

Auf dem Hultschiner Damm kam es in kurzer Zeit zu mehreren Unfällen. Ein Grund ist die zu hohe Belastung.

Von Jana Hemmerling

Foto: Jana Hemmerling
Der Unfallort am Hultschiner Damm
Der Unfallort am Hultschiner Damm
Es ist gerade mal drei Monate her, seit sich auf dem Hultschiner Damm an der Haltestelle Seestraße der letzte Verkehrsunfall mit Personenschaden ereignete. Am Dienstag, den 12. Februar 2013 gegen 15.00 Uhr – während der nachmittäglichen Rushhour – kam es erneut zu einem tragischen Unfall.

Ein 14 jähriger Jugendlicher wurde beim Überqueren des stark befahrenen Hultschiner Damms von einem PKW erfasst. Laut Pressestelle der Polizei trat er hinter einem Bus hervor, der gerade an der Haltestelle Seestraße hielt, und stieß mit einem entgegenkommenden PKW Mazda, den eine 46 jährige Frau lenkte, zusammen.   

Lebensgefährliche Verletzungen


Bei diesem Unfall zog sich Max G. (14)  lebensgefährliche Verletzungen wie eine Quetschung der Lunge, eine Kopfverletzung und einen Oberarmbruch zu. Er wurde vom Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und muss dort über Wochen behandelt werden.

Ein 39 Jahre alter Mahlsdorfer (Name ist der Redaktion bekannt) wartete gerade vor dem gegenüberliegenden Geschäft, als sich der Verkehrsunfall ereignete. „ Ich rief sofort den Rettungsdienst und half, die Straße abzusperren“, sagte er.


Mutter sah ihren Sohn auf der Straße liegen


Besonders tragisch war, dass die Mutter des 14-Jährigen gerade aus der haltenden Straßenbahn stieg, und ihren Sohn auf der Straße liegen sah. Er war auf dem Heimweg von der Schule verunglückt.

 
Die Statistischen Erhebungen der letzten Jahre ergaben eine zu hohe Verkehrsbelastung des Hultschiner Damm für die Einrichtung eines Zebrastreifens. Lange Jahre wurde deshalb für die Aufstellung einer Ampelanlage gekämpft, wir berichteten darüber bereits in zwei weiteren Artikeln.

Um die langjährige Umsetzung dieses Vorhabens zu überbrücken, wurde zwischenzeitlich auf einigen Abschnitten des Hultschiner Damms Tempo 30 festgelegt. Dies bringt jedoch keinen Erfolg, da es hierfür keine polizeilichen Kontrollen gibt und die durchfahrenden PKW die angespannte Situation beim Wechsel zwischen Bus- und Straßenbahnhaltestelle nicht kennen.
 

So kam es zum zweiten schweren Verkehrsunfall innerhalb kurzer Zeit, bei dem Personen verletzt wurden. Trotzdem kümmert sich das zuständige Amt, die Verkehrslenkung Berlin, nicht in ausreichendem Maße um die zugesagte Umsetzung der Ampelanlage an der Kreuzung Hultschiner Damm/ Ecke Kohlisstraße. Diese Ampel wäre in Laufentfernung von der jetzigen Unfallstelle, und hätte diesen schweren Unfall verhindern können.


Nachtrag 20.2.2013:

Im Dezember 2010 hat die Verkehrslenkung Berlin nach jahrelangen Bemühungen der Anwohner und des Bezirksamtes die Ampelanlage Hultschiner Damm/ Ecke Kohlisstraße im Ortsteil Mahlsdorf angeordnet. Damals sagte der zuständige Bezirksstadtrad Christian Gräff: "Die Ampel werde voraussichtlich im Jahr 2011 realisiert".

Im September 2012 bestätigte Oliver Munzke, der zuständige Bearbeiter bei der Verkehrslenkung Berlin: "Die geplante neue Ampelanlage in Mahlsdorf-Süd sei im Doppelhaushalt 2012/2013 enthalten. Da die geplante Ampel jedoch keine besondere Dringlichkeit hat, wurde bis September 2012 noch nicht mit der Ausführungsplanung begonnen."

Aufmerksam geworden durch die vermehrten Verkehrsunfälle mit Personenschäden in den letzten Wochen - die sich im Bereich des Hultschiner Damms, unweit der geplanten Ampelanlage ereigneten - baten wir die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung um eine kurzfristige Stellungnahme zum Fortgang der Ampelanlage und eine mögliche beschleunigte Umsetzung.
Petra Rohland, Pressesprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt äußerte sich am vergangenen Freitag gegenüber der Berliner Morgenpost zum aktuellen Stand bei der Umsetzung der neuen Ampelanlage in Mahlsdorf-Süd.

"Die Anlage wurde von uns Ende November 2012 bei der für Ampelanlagen zuständigen Firma bestellt. Die Planung ist angelaufen, aktuell wird der Lageplan mit uns abgestimmt. Wenn der Lageplan (Rotplan) fest steht, erfolgen die verkehrstechnische Planung (Schaltungen, etc.) und die bautechnische Planung (begleitender Straßenbau). Anschließend beginnen die Bauarbeiten. Ob die Anlage dieses Jahr noch fertig wird, hängt vom Bauverlauf ab."
Wir werden die Leser über die weitere Entwicklung des Vorhabens auf dem Laufenden halten.

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